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Auch dieser Blick auf die berühmte Dreifeldzugklappbrücke, die seit 1997 beide Ufer des Hafens miteinander verbindet, kam von Bord der “Sedov”. Der elegante Schwung des Bauwerks stammt allerdings nicht vom Architektenentwurf, sondern ist auf die Wirkung des Panoramamakers zurückzuführen, der naheliegende, gerade Linien, in sanften Bögen darstellt. Das Bauwerk hat zwar eine gewisse Prominenz, weil weltweit das einzige, es hat jedoch den Kielern nicht uneingeschrenkte Freude bereitet. Das Mittelteil mit der Klappkonstruktion war mit 3,6 Mio DM seinerzeit fast doppelt so teuer wie die Konkurrenzentwürfe, die normale Klappbrücken angeboten hatten.Trotzdem erhielt sie in der Ausschreibung der Stadt Kiel den Zuschlag. Dafür steigerten sich aber die Mehrausgaben auf 5,48 Mio DM und sie wurde auch nicht pünktlich zum versprochenen Termin fertig. Der war für August 97 angesagt , weil auf dem Ostufer der neue Norwegenterminal eingeweiht werden sollte. Damit Königin Sonja von Norwegen, die die Eröffnung vornahm und für den späteren Verlauf des Fährbetriebes die normalen Fahrgäste nicht in einem extra Bus - Shuffel den Weg vom Ostufer in die Innenstadt zurücklegen mußten, wurde auf die Schnelle bei HDW - Nobiskrug eine Schubbrücke gebaut. Die kostete auch noch mal 1,3 Mio Mark. Sie ist aber kein herausgeworfenes Geld, denn ihre teure Schwester hatte nicht nur ziemlich lange mit “Kinderkrankheiten” zu kämpfen und klappte deshalb nicht, sondern sie muß auch zwei Mal im Jahr umfangreich gewartet werden und das dauert eben seine Zeit Ach ja, starken Frost kann sie auch nicht vertragen...Ja, die Kieler sind geduldige Leute. Das müssen sie auch sein denn das Monstrum braucht richtig Zeit um die Klappvorgänge unter lautem Quitschen, Knarren und Kreischen zu erledigen.
Entworfen wurde dieses Wunderwerk der Technik von zwei richtigen “Gurus” des Brückenbaus, den Herren Volkwin Mark und Jörg Schaich von der Architektengemeinschaft Gerkan, Marg und Partner. Diese Jungs haben übrigens auch das berühmte Knickei von Halstenbek auf dem Gewissen. Aktuell (Januar 09) sollen sie in China groß im Geschäft sein. Hoffentlich bleiben sie dort noch recht lange beschäftigt...
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Sehr beliebt ist inzwischen das Ducksteinfestival, das sich hier vor einigen Jahren etabliert hat, als eine Kieler Woche im Kleinen, allerdings ohne Segelwettbewerbe. Viele Kieler ziehen es dem Grossevent vor: es ist übersichtlicher, stilvoller, nimmt nicht das gesamte Gefüge der Stadt in Anspruch und ist auch nicht so prollig...
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