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Schleimünde
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Im September 08 hatte ich das grosse Vergnügen einen schönen und interessanten Segeltörn erleben zu dürfen. Freund “Wolle”, ein seglerisches Urgestein wollte mit mir die dänische Südsee unsicher machen. Der Sommer dieses Jahres war ja nicht so besonders und auch im späten Abschnitt wollte er nicht so richtig in Gang kommen. Endlich aber gab es eine hoffnungsvolle mittelfristige Prognose und wir beschlossen an einem Donnerstag die Tour zu starten. Obwohl es morgens nicht unbedingt nach einem schönen Tag aussah, sind wir losgesegelt: irgendwann muss es ja mal schön werden, wir haben schon sooo lange gewartet und ständig kann Petrus uns ja nicht mit wettertechnisch verkackeiern.. Er konnte!
Wir nahmen zunächst Kurs auf Aeroe mit Zielhafen Marstal. Der Nordostwind dieses Tages war zwar nicht optimal für den Kurs, aber er blies frisch und so machten wir gut Fahrt. Leider wurde er aber immer frischer und frischer und weil mit dem Wind auch die Wellenhöhe wuchs, unsere 6,50 Meter (kleine) Hurley aber nicht, blieb uns nichts anderes übrig, als den Kurs zu wechseln und Schleimünde anzulaufen.
Zunächst war ich ja sehr enteuscht darüber meine heissgeliebte dänische Inselwelt nicht wiedersehenzu können, aber das Stückchen Erde auf dem wir uns jetzt befanden war auch absolut zauberhaft und in seiner Struktur und Ausstrahlung dem eigentlichen Ziel gar nicht unähnlich.
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Zunächst sah alles noch recht freundlich aus, außerdem gab es hier auch interessante und lustige Menschen
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Der ständig auffrischende Wind und die Bewölkung ließen auf eine bewegte Nacht im durch keine Spundwand geschützten Hafen folgern. So kam es dann auch: statt zu schlafen, waren wir fast ununterbrochen damit beschäftigt, uns in unseren Kojen festzuhalten um nicht rauszufliegen, so sehr wurde unser Boot vom Seegang in der Vertäuung am Liegeplatz durchgerüttel. Dazu heulten noch ca. neun Windstärken in den Masten, schlugen die Wanten und ungefähr achtzig Meter weiter brüllte die Brandung etwa zwei Meter hohe Wellen an den Strand. Es war eine Synphonie der Naurgewalten!
Immerhin habe ich noch rund eineinhalb Stunden schlafen können, während Wolle kein Auge zugemacht hat. Bei ihm kam noch die Sorge des Skippers um sein Boot hinzu.
Als ich aber kurz vor Sonnenausgang aufwachte und aus dem Bullauge schaute, waren die Anstrengungen der Nacht im Nu verflogen: draußen zelebrierte St. Petrus den großen Lichtzauber...
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Tagsüber graute es allerding wieder total ein, aber am Abend riss die Wolkendecke immer wieder auf und der Lichtzauber enstand aufs Neue.
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Das rechte Gebäude ist die “Giftbude”, eine urige Seglerkneipe. Sie ist, und zwar weltweit einzigartig, sogar offizielles Seezeichen!
Am Tag darauf wurde schleiweit Hafengeburtstag gefeiert: hier in Schleimünde und in Kappeln. Dort wurde richtig Ballyhoo veranstaltet, mit großer Traditionsseglerparade und so. Weil diese Schiffe zu dem Behufe extra aus Kiel herbeigesegelt kamen, mußten sie natürlich hier vorbeikommen und so gaben sie mir am Samstag Mittag die Gelegenheit für wunderschöne Fotos.
In Schleimünde lief die Sache natürlich viel kleiner ab, war aber sehr gemütlich. Es gab hier sogar einen Whiskeystand, wovon ich dann und zwar nach Jahren mal wieder Gebrauch gemacht habe. Mehr will ich aber dazu nicht sagen!
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Am Samstag war dann viel los auf der Schlei, neben den Leuten die Ostseetouren machen wollten und ausliefen, kamen auch viele Segler aus anderen Häfen, um die Hafengeburtstage mitzufeiern. Im Mündungsbereich aber war das Revier nicht leicht zu besegeln. Der Nordost hatte tagelang das auslaufende Schleiwasser gestaut, das nun mit Macht in die Ostsee drängte. Weil der Wind aber immer noch nicht schwach war und eine gute Welle vor sich her trieb, baute sich jetzt vor dem Leuchtturm ein Wasser auf, das nicht nur kleine Boote erheblich durchschüttelte. Die Fotos von der “Kuddel” aus Kappeln zeigen es deutlich!
Dann kamen endlich die Traditionssegler unter vollen Segeln herangeraucht und schenkten mir die Möglichkeit die folgenden Bilder zu machen, mit denen ich diesen kleinen fotografischen Reisebericht abschließen möchte.
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Wolle in Erwartung der Traditionssegler.
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Am Sonntag gab`s dann noch bei wunderschönem Gegenlicht die Rücktour der Segler zu bewundern.
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